Aufhebung der tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügung für den Sperrbezirk

Die tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügung, welche im Rahmen des Ausbruchs der Geflügelpest in der Gemeinde erlassen wurde, wurde vom Landkreis aufgehoben. Damit gelten die Regeln für das Beobachtungsgebiet, nun auch im vorherigen Sperrbezirk:

1. Die am 02.03.2021 erlassene Allgemeinverfügung (AZ 39.1.2.19 Sperr. Blankensee) zur Festlegung eines Sperrbezirks um den Ausbruchsbetrieb in Blankensee wird aufgehoben.

2. Für die Gemeinde Blankensee mit den Ortschaften Hasenhof, Tiedtshof, Warbende Ausbau, Friedrichsfelde, Tannenhof, Groß Schönfeld, Rödlin, Wanzka gelten die Anordnungen der am 02.03.2021 erlassenen Allgemeinverfügung für das Beobachtungsgebiet Geflügelpest (AZ 39.1.2.19 Beob. Blankensee) entsprechend.

a) Geflügel ist in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung), zu halten.

b) Sollten Tierhalter ihren Geflügelbestand noch nicht im Veterinäramt gemeldet haben, ist dies unverzüglich nachzuholen. Verendungen sowie Erkrankungen von Geflügel sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen (Telefon: 0395-570873290 oder -579873182).

c) Geflügel oder andere gehaltene Vögel dürfen nicht in oder aus den Beständen verbracht werden.

d) Frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte von Geflügel dürfen weder in noch aus einem Bestand verbracht werden.

e) Ein- und Ausgänge der Geflügelställe sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.

f) Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorten, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.

g) Die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels sind von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung zu betreten und diese Personen haben die Schutz- oder Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich abzulegen.

h) Die Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren. Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich zu beseitigen.

i) Gehaltene Vögel dürfen nicht für die Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.

j) Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist verboten.

3. Für die in Nr. 1 und 2 a) – j) benannten Anordnungen wird die sofortige Vollziehung gemäß § 80 Absatz 2 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung angeordnet.

Die aufgrund der Allgemeinverfügung vom 17.11.2020 angeordnete Aufstallungspflicht für Risikogebiete und Betriebe mit 1000 und mehr gehaltenen Vögeln bleibt von diesen Regelungen unberührt und gilt weiterhin.

Die Verfügung des Landkreises kann hier heruntergeladen werden.

Geflügelpest in Blankensee

Aufgrund eines Ausbruchs der Geflügelpest in Blankensee Trockenwerk hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, einen Sperrbezirk, sowie ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Der Sperrbezirk erstreckt sich über die Gemeinde Blankensee mit ihren Ortsteilen.

Die Dimensionen des Sperrbezirks und Beobachtungsgebietes

Für den Sperrbezirk wird angeordnet:

1. Durch das Amt Neustrelitz-Land sind an den Hauptzufahrtswegen zu dem Sperrbezirk Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Geflügelpest-Sperrbezirk“ gut sichtbar anzubringen.

2. Gehaltene Vögel sind in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung), zu halten.

3. Gehaltene Vögel, Säugetiere, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden. Futtermittel dürfen nicht aus dem Bestand verbracht werden.

4. Anzahl und Standorte des gehaltenen Geflügels sind dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Landkreises Mecklenburgische Seenplatte mitzuteilen.

5. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sind für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.

6. Das gehäufte Auftreten von erkranktem oder verendetem Geflügel ist dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt unverzüglich zu melden (Telefon: 0395-57087 3290 oder 0395-57087 3182). Dabei sind verendete Tiere so aufzubewahren, dass sie Witterungseinflüssen nicht ausgesetzt sind und Menschen und Tiere nicht mit Ihnen in Berührung kommen.

7. Die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorten des Geflügels sind gegen unbefugtes Betreten und Befahren zu sichern.

8. Die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels sind von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung zu betreten und diese Personen haben die Schutz- oder Einwegschutzkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich abzulegen.

9. Die Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren. Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich zu beseitigen.

10. An den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorten, in denen Geflügel halten wird, sind Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen auszulegen, welche mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets feucht gehalten werden müssen.

11. In den Geflügelhaltungen ist eine ordnungsgemäße Schadnagerbekämpfung durchzuführen und zu dokumentieren.

12. Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildbestandes freigelassen werden.

13. Auf öffentlichen oder privaten Straßen oder Wegen, ausgenommen auf betrieblichen Wegen, dürfen gehaltene Vögel, Eier oder Tierkörper gehaltener Vögel nicht befördert werden.

14. Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist verboten.

15. Die Beförderung von frischem Fleisch von Geflügel aus einer Schlachtstätte, einem Zerlegebetrieb oder einem Kühlhaus ist verboten.

Die Verfügungen des Landkreises zum Beobachtungsgebiet und zum Sperrbezirk können über die Links heruntergeladen werden.

Neue Corona-Regeln in der Gemeinde

Da der Kreis Mecklenburgische Seenplatte mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200, mittlerweile zu den Hochrisikogebieten gehört, gelten neue Corona-Regeln. So darf sich nur noch im Radius von 15 Kilometern um die eigene Wohnadresse bewegt werden. Ausnahmen von der 15 Kilometer-Reglung sind unter anderem Arztbesuche, das Aufsuchen der Arbeitsstelle und Einkäufe.

Daneben gilt eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 6 Uhr. Kindertagesstätten werden ab Mittwoch ebenfalls geschlossen, eine entsprechende Notbetreuung findet nur noch eingeschränkt, für Eltern mit systemrelevanten Berufen statt. Bis auf Abschlussklassen sind auch Schulen geschlossen. Im gesamten Kreis gilt außerdem eine Einreisesperre, das Pendeln zur Arbeit in und aus dem Kreis, bleibt allerdings erlaubt.

Gelbe Tonnen wurden in der Gemeinde verteilt

Heute wurden in der Gemeinde Blankensee die Gelben Tonnen verteilt, welche für Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien gedacht ist. Der Grund für die neue Gelbe Tonne ist die Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises. Im Rahmen dieser Umsetzung werden die entsprechenden Tonnen zwischen der 40. und 50. Kalenderwoche im Landkreis verteilt. Diese werden die Gelben Säcke ersetzen.

Eine der ausgeteilten Gelben Tonnen

Ab Beginn des neuen Jahres 2021, werden die entsprechenden Gelben Tonnen geleert. Vor dem Beginn des nächsten Jahres zur Abholung herausgestellte Gelbe Tonnen, werden nicht geleert. Bis zum Ende des Jahres 2020 müssen somit die Gelben Säcke genutzt werden.

Hinweise zu den Osterfeiertagen

Die Osterfeiertage stehen vor der Tür. Aufgrund der Corona-Pandemie, fallen Osterfeuer und andere Festivitäten in diesem Jahr leider aus. Stattdessen sind vielmehr Osterspaziergänge ganz in Familie angesagt.

Ostern steht vor der Tür

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bieten sich dafür schöne Wälder und Feldwege, sozusagen direkt vor der Haustür, an. Vorsorglich bittet deshalb die Arbeitsgruppe Waldbrandschutz des Landkreises alle Waldbesucher darum, die bekannten Regeln für das Verhalten im Wald zu beachten:

Im und am Wald darf kein Feuer entzündet werden, Rauchen im Wald und in der Feldflur ist grundsätzlich verboten. Das Befahren von nicht öffentlichen Waldwegen und das Parken von Fahrzeugen auf Waldwegen und trockenen Wiesen sind zu unterlassen.

Wer einen Brand im Wald, auf Heideflächen oder auch Mooren bemerkt sollte sofort den Notruf 112 anrufen oder die 110 der Polizei. Wie die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, werden in Deutschland nur ein bis drei Prozent aller Waldbrände durch natürliche Ursachen, wie Blitzschlag ausgelöst. Die meisten Waldbrände jedoch werden leider durch fahrlässiges oder sogar vorsätzliches Verhalten entfacht.

Im Wald sollten Besucher Vorsicht walten lassen

Daneben ist das Bürgertelefon des Landkreises auch während der Feiertage in der Zeit von 8 bis 18 Uhr besetzt und kann unter der Telefonnummer 0395/570875330 erreicht werden.

Auch die medizinische Betreuung bei akuten Erkrankungen ist wie gewohnt über den ärztlichen Bereitschaftsdienst gesichert. Die bekannte Telefonnummer 116 117 ist überall im Landkreis erreichbar. Außerdem können Patienten am Sonnabend, Ostersonntag und Ostermontag in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr die Bereitschaftsdienstpraxis im Neubrandenburger Ärztehaus an der Marienkirche aufsuchen. Sofern ein Verdacht auf die Erkrankung mit dem Corona-Virus besteht, werden die Betroffenen unter entsprechenden Schutzvorkehrungen dort in einen separaten Raum geführt, wo auch Abstriche für die Laborkontrolle genommen werden können.

Das Abstrichzentrum in Neubrandenburg ist am Karfreitag und am Ostermontag ebenfalls besetzt. Dort werden Patienten, die eine entsprechende Überweisung haben, getestet.

Die diensthabenden Mediziner, Krankenschwestern und Helfer hoffen, dass sich möglichst alle Menschen in der Region an die speziell zu Ostern auferlegten Einschränkungen halten, auch wenn das über die vier Tage sehr schwerfallen wird. Direkte Kontakte zu anderen sind zu vermeiden und auf große Familienfeiern muss verzichtet werden, damit neue Infektionen vermieden werden. Deshalb bleiben auch nach wie vor Veranstaltungen mit mehreren Personen verboten. Dieses Verbot betrifft auch die traditionellen Osterfeuer der Gemeinden.